Sehenswerte Orte |
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Arrecife Arrecife selbst ist die Hauptstadt Lanzarotes. In Arrecife leben 55000 Einwohner, dies ist etwa die Hälfte der Gesamteinwohnerzahl der Insel. In der Hauptstadt liegt auch der Hafen Los Mármoles, ein wichtiger Umschlageplatz für Güter sowie ein Passagierhafen für Schiffsverbindungen zu den anderen Kanarischen Inseln sowie zum spanischen Festland nach Cadíz. Zu Fuss lassen sich einige Ziele in der Umgebung von Arrecife erreichen, wie zum Beispiel der Fischereihafen Puerto del Naos. Dieser beherbergt die grösste Fischereiflotte der östlichen Kanaren und die siebtgrösste Spaniens. Gleich oberhalb des Fischereihafens befindet sich ein grosses Gebiet stillgelegter Salinen, in denen Salz gewonnen wurde. Insbesondere für Interessierte der Wirtschaftsgeschichte ist es ein lohnender Ausflug. Direkt über dem Hafen 'Los Mármoles befindet sich ein Kastell, das Castillo de San José. Das Gebäude wurde von Cesar Manrique restauriert, und mit einem neuen Bereich,einem Restaurant mit Panoramablick auf den Hafen und dem Museum für zeitgenössische Kunst im alten Bereich. Haría Haría ist die nördlichste Gemeinde Lanzarotes. Sie wird auch das Tal der 1000 Palmen genannt und beeindruckt durch die grünste und verschiedenste Vegetation. Im Ort selbst wachsen an der Plaza León y Castillo Lorbeersträucher und Eukalyptusbäume. Jeden Samstag findet in Haría ein Kunsthandwerksmarkt statt, der jedoch nicht mit dem in Teguise zu vergleichen ist, da er um einiges ruhiger und gemächlicher ist. In Haria war Cesar Manrique die letzten Jahre seines Lebens wohnhaft und hat hier grossformatige Bilder gemalt. Haria ist ein Ort, in dem das Klima noch gesünder ist, als in anderen Bereichen der Insel, so dass Cesar Manrique meinte: Haria ist "das Dorf mit dem natürlichen Ventilator am Abend". Damit sind die erfrischenden Passatwinde gemeint, die Abends die Luft über Haria reinigen. Im kleinen Kulturzentrum Arte de Obra, welches von einer ehemaligen Schulerin Manriques geleitet wird, können Sie mehr über die Arbeit für ein gesundes Lanzarote und Cesar Manrique erfahren. Yaiza Im Süden Lanzarotes liegt das wohl schönste Dorf der Insel, Yaiza, vor einer beeindruckenden Bergkulisse des Los Ajaches. Die Umgebung des Dorfes ist außerdem von zahlreichen Vulkanbergen des Timanfayas geprägt und eignet sich besonders gut für lange Spaziergänge oder ausgiebige Wanderungen. Yaiza ist ein sehr grüner Ort und mit seinen weißen, kanarischen Häusern sehr schön anzusehen. Das Zentrum des Dorfes bildet die Plaza de los Remedios, die mit großen, schattenspendenden Bäumen und vielen Bänken zum Verweilen einlädt. Für das leibliche Wohl sorgen kleine Bars und Restaurants, die sowohl regionale, als auch internationale Küche anbieten. Ebenfalls am großen Dorfplatz befindet sich die Pfarrkirche Nuestra Senora de los Remedios, die gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Uga Der kleine Vorort von Yaiza befindet sich an der Kreuzung der Straße aus dem Weinanbaugebiet La Geria und der Hauptstraße zwischen Tías und Yaiza. Er besteht hauptsächlich aus kubischen, traditionell weiß getünchten Häusern, meist mit kleinem Garten. Daher wirkt er wie eine Oase in der kargen Vulkanlandschaft des Inselsüdens nahe dem Timanfaya-Nationalpark. Uga war stark von den schweren Vulkanausbrüchen im 18. Jahrhundert betroffen. Uga ist heute das Zentrum der Dromedarzucht der Insel. Bis zu einhundert Dromedare werden täglich durch einen extra für sie geschaffenen Tunnel zum Rande des Timanfaya-Nationalparks getrieben. Dort können Touristen einen kurzen Ritt durch ein begrenztes Areal auf einem Dromedarrücken unternehmen. Bekannt ist Uga auch für seine Ringkampfschule, in der der typische kanarische Ringkampf, der Lucha Canaria, gelehrt wird. La Geria Das wohl bekannteste Weinanbaugebiet Lanzarotes erstreckt sich zwischen Uga und dem Monumento al Campesino in Mozaga. Trotz der Trockenheit gedeiht hier der Wein prächtig. Die Bauern setzen die Weinreben in Bodenvertiefungen, die von kleinen Mäuerchen aus Natursteinen vor dem Wind geschützt werden. Der Boden ist mit Picon bedeckt, der die Feuchtigkeit des Morgentaus einfängt, speichert und an die Weinrebe abgibt. Unter anderem wird hier die aus Kreta eingeführte Malvasia-Traube angebaut. Entlang der Weinstraße durch La Geria begegnen Sie mehreren Bodegas, in denen Sie einkehren und von den Weinen kosten und sie natürlich auch käuflich erwerben können. Die größte und bekannteste Kellerei ist die Bodega "El Grifo". Teguise Teguise ist die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes. Der Ort liegt relativ zentral im Inselinneren. Zentrum des Ortes ist die Plaza de la Constitucion. Hier ist auch das Wahrzeichen der Stadt, die dreischiffige Kirche Señora de Guadeloupe, gelegen. Die Westseite des Platzes bildet der Palacio Spinola. Der Palast wurde zwischen 1730 und 1780 erbaut. Heute wird er für Repräsentationszwecke genutzt und ist als Museum zu besichtigen. Während der Ort während der Woche eher beschaulich wirkt, erwacht er am Sonntag zum Leben, wenn Händler der ganzen Insel zum Markt zusammenkommen. Es wird eine große Vielfalt von Artikeln angeboten. Sie finden Kleidung, Schmuck, Taschen und Kunsthandwerk und auch in kulinarischer Hinsicht bleibt kein Wunsch unerfüllt. Am östlichen Ortsrand ist auf dem Vulkankegel Guanapay eine ehemalige Habsburger-Festung, das Castillo Santa Barbara gelegen. Von hier haben Sie einen guten Blick auf die Stadt und auf Lanzarote. Die Festung diente den reicheren Familien als Zufluchtsstätte bei Überfällen durch Piraten. Heute ist im Inneren ein Museum untergebracht, das über die Emigration der Lanzaroteneros Auskunft gibt. Puerto del Carmen Puerto del Carmen ist die Hauptstadt des Tourismus auf Lanzarote. Die Mehrheit aller Urlauber verbringen hier ihre Ferien. Auf einer Länge von etwa acht Kilometern reihen sich Hotel an Hotel, Appartement an Appartement, unterbrochen von Boutiquen, Geschäften, Tauchshops, Restaurants, Bars, Discos, Arztpraxen, gefolgt von Spielsalons und Supermärkten. In Puerto del Carmen findet ebenfalls das Nachtleben statt. Playa Blanca In Playa Blanca finden sich zwei kleine gepflegte Sandstrände. Der eigentliche Playa Blanca liegt im Stadtzentrum, etwas weiter östlich liegt der Playa Dorada. An der Strandpromenade finden sich Geschäfte, Pubs und Restaurants. Parallel zur Strandpromeade verläuft die Calle Limones, eine Fußgängerzone mit weiteren Geschäften. Die 2002 eröffnete Marina Rubicon ist ein um den Yachthafen herum errichtetes Dorf im spanischen Kolonialstil In der Fussgängerzone lässt es sich gemütlich spazieren gehen. Die Straßencafés, Tapasbars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Von Playa Blanca fahren regelmäßig Fähren zur Nachbarinsel Fuerteventura. Timanfaya Nationalpark Die Feuerberge (Montanas del Fuego) sind ein Vulkangebiet, das während einer Reihe von Erruptionen in den Jahren 1726-1730 entstanden ist. Die letzten kleineren Vulkanausbrüche fanden im Jahr 1824 statt. Der Timanfaya-Nationalpark umfasst eine Fläche von 51 Quqadratkilometern. Mit dem PKW führt von der Straße Yaiza-Tinajo eine Abzweigung zum Islote de Hilario. Hier gibt es einen Parkplatz. Erkundungen des Nationalparks auf eigene Faust sind nicht möglich. Nach Anmeldung gibt es die Möglichkeit, geführte Wanderungen durch den Park zu unternehmen. Da die Wanderungen recht begehrt und früh ausgebucht sind, empfiehlt es sich, bei Interesse die Anmeldung bereits vor der Reise vorzunehmen. Am Islote de Hilario herrscht bereits in 10 cm Tiefe eine Temperatur von 140°C, in 6 m Tiefe 400°C. Die Hitze wird von den Parkangestellten demonstriert, indem Kameldorn mit Hilfe der Hitze des Vulkans verbrannt wird. Es gibt künstliche Geysire bei denen kaltes Wasser in Rohre gefüllt wird und wenige Sekunden später explosionsartig als Wasserdampf entweicht. Den Nationalpark selber können Sie auf einer 14 km langen Rundfahrt mit dem Bus erleben. Während der Fahrt werden Erläuterungen von Band in spanischer, englischer und deutscher Sprache vorgespielt. Eine weitere Möglichkeit, die Vulkanlandschaft zu erkunden besteht darin, mit einem Kamel zu reiten. Ausgangspunkt ist ein Parkplatz an der Straße, die durch den Nationalpark hindurchführt. La Graciosa Am nördlichsten Punkt der Insel erreichen Sie den Aussichtspunkt "Mirado del Rio", der ca. 480 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Ehemals war es die Festungsanlage Batería del Río, die der Künstler César Manrique im Jahre 1974 zum Aussichtspunkt umgestaltete. Von hier haben Sie einen atemberaubenden Blick auf die Inseln La Graciosa, Montaña Clara und Alegranza. Wenn Sie sich nicht nur mit einem Blick vom Aussichtspunkt des Mirador del Rio auf die vorgelagerte und nur wenige Quadratkilometer große Insel "La Graciosa" begnügen möchten, können Sie sie von Orzola aus mit einer Fähre besuchen. |
