Der Osten |
Ausgehend vom touristischen Zentrum im Süden der Insel, bieten sich mehrere attraktive Ausflugsziele an. Die Hauptstadt Las Palmas gehört dazu. Sehenswert ist unter anderem die Casa de Colon in einem alten Bürgerhaus im Zentrum. Gleich um die Ecke sticht das Centro Atlantico de Arte Moderno hervor: das Museum für moderne Kunst befindet sich in einem gelungen restaurierten Palast des 18.Jahrhunderts. Einzigartig ist sicher das Museo Canario in einem der ältesten Viertel von Las Palmas, dem Barrio de la Vegueta etwas oberhalb der Kathedrale. Hier sind die Gassen und Straßen noch so verspielt, wie sie vor vier Jahrhunderten angelegt wurden.Wer die Autobahn in Richtung Las Palmas meidet und eine der engen Landstraßen ins Inselinnere hinauf fährt, den erwarten ganz andere Eindrücke. Nach dem ersten Bergrücken verschwindet das Meer aus dem Blick, der sandige Süden und der wüstenartige Osten der Insel geraten in Vergessenheit. Endlos schlängeln sich die Serpentinen die Berge hinauf. Alle paar Kilometer bietet sich ein neue Aussicht, ein weiterer atemberaubender Abgrund. Die Straße von Maspalomas über Fataga nach San Bartolome de Tirajana ist eine von denen, die mit Muße und Genuß gefahren werden will. San Bartolome de Tirajana ist ein malerisches Fleckchen Erde, palmenbestanden, von Blumenteppichen überzogen, mit schönen kanarischen Häusern mit ihrer architektonischen Eigenart der geschnitzten Holzbalkone vor gekalkten Mauern. Ab hier ist Tejeda gut ausgeschildert. Die Hänge sind dicht bestanden mit kanarischen Kiefern, mit ihrem hellen, saftigen Grün. Von diesem Zentrum der Insel aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, wieder Richtung Meer zu fahren. Über Santa Lucia, Agüimes und Ingenio führt eine interessante Route. Diese Orte bewahren und pflegen bis heute die alten Handwerksformen der Insel, vor allem Korbflechterei, Töpferei und Spitzenstickerei. Vom Roque Nublo aus führt eine andere Route zu dem schmucken Dorf San Mateo, und da hat man die Qual der Wahl: nach Santa Brigida, Tafira und zu einer Stippvisite nach Marzagan? Oder die große Runde durch den Norden, über Teror, Firgas, Casa Blanca, Arucas und Tamarceite fast bis Las Palmas? Teror birgt die wichtigste Wallfahrtskirche Gran Canarias, die der Virgen del Pino, der heiligen Jungfrau von der Kiefer. Teror bedeutet Schönheit und Liebreiz, hat einen wundervoll angelegten Platz vor der Kirche, umringt von den typisch kanarischen Häusern mit ihren steinernen Mauern und den kunstvoll gearbeiteten Holzbalkonen. Firgas hat die reichste Mineralwasser-Quelle der Insel, und die daraus gewonnene Bedeutung ist dem schönen Örtchen anzusehen. Casa Blanca, Arucas und Tamarceite dagegen liegen schon mitten im üppigen grünen Norden. |
