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Ajuy Der kleine Fischerort besticht durch seinen ursprünglichen Charme und durch seine Gastronomie. Es empfiehlt sich hier halt zu machen und frischen Fisch in malerischer Umgebung zu geniessen. Nach einem opulenten Mahl lohnt es sich eine Spaziergang entlang den Klippen zu den Höhlen von Ajuy zu unternehmen. Die raue Brandung, die schroffe Felsküste und die Wellen des Atlantik formen die Atmosphäre von Ajuy, die Sie in ihren Bann ziehen wird.
Antigua Hier steht die älteste Windmühle der Insel. Diese wurde restauriert und steht nun in einem Garten mit Restaurant. Die weissgestrichene Mühle beherrscht das gesamte Zentrum. Der Glockenturm wurde im Jahre 1784 gebaut. Der Platz vor der Kirche wird regelmässig gesprengt und ist so eine Augenweide von subtropischen Blumen.
Betancuria Im Innern der Insel befindet sich die ehemalige Inselhauptstadt Betancuria, die im Jahr 1405 durch den Eroberer der Insel, Jean de Béthencourt, gegründet wurde. Die umliegenden Berge betten die Ortschaft malerisch ein und waren daher auch immer ein Schutz vor Wind und Piraten. Bis in das 15. Jahrhundert führte die kleine Schlucht noch Wasser, aber heute gibt es jedoch keinen einzigen wasserführenden Fluss mehr. Es gibt aber genügend Grundwasser, um die Palmen und Tamarisken üppig und prachtvoll gedeihen zu lassen. Im Ort finden Sie auch die Kirche „Iglesia Santa Maria", die bei einem Piratenüberfall im Jahre 1593 schweren Schaden erlitt. Gegenüber der Kirche finden Sie auch das Terassencafé Santa Maria mit der kleinsten Bodega der Insel.
Cofete Cofete, der einzige bewohnte Ort auf der Nordseite der Halbinsel Jandía, besteht aus ein paar schlichten Häusern sowie der Bar Cofete. Es befindet sich am Fuße eines Bergmassivs, das im 807 m hohen Pico de la Zarza gipfelt. Etwa 2 km außerhalb des Ortes steht die Villa Winter, ein im spanischen Stil gebautes Landhaus mit einem runden, wehrhaft anmutenden Turm. Seinen Namen verdankt das Anwesen dem deutschen Ingenieur Gustav Winter, der im Jahre 1937 die gesamte Halbinsel pachtete und das Gebäude errichten ließ, obwohl er selbst dort nie wohnte. Bis heute hält sich hartnäckig das (unbewiesene) Gerücht, dass Winter hier einen U-Boot-Stützpunkt für die deutsche NS-Marine anlegen sollte. Besucher kommen vor allem wegen des schönsten Strandes Fuerteventuras. Die Playa de Cofete und die Playa de Barlovento sind zusammen knapp 10 km lang und werden nur durch die Felsklippe El Islote voneinander getrennt. Die wunderschöne Landschaft ist für ausgedehnte Strandspaziergänge wie geschaffen.
Die legendäre Villa Winter
Die tollsten und wildesten Geschichten ranken sich um die Villa Winter. Der Hausherr wäre ein Unterstützer von Hitler-Deutschland. Seine Villa wäre ein U-Boot-Stützpunkt der Deutschen Marine. Unter der Villa würden sich weitläufige Keller befinden, wo geheimnisvolle Aktivitäten stattfanden. Der bei Punta Jandia gelegene kleine Flughafen hätte er als Stützpunkt der deutschen Luftwaffe bauen lassen. Und so gibt es noch einige Vermutungen. Sind dieses alles nur Gerüchte? Könnte sein, ist sogar wahrscheinlich. Aber es bleiben vielen Fragen offen: Warum hat er die riesige Villa mit dem Turm ausgerechnet in Cofete gebaut, wohin nicht mal ein Schotterweg führte und wo nichts war, außer ein paar ärmlichen Hütten? Und warum hat er dort nie gelebt? Warum wurde die Villa wie eine Festung bewacht? Und warum möchte niemand darüber offen reden? Der deutsche Ingenieur Gustav Winter kam 1937 nach Jandia. Damals gab es dort fast nichts: keine Straßen, nur Pfade, auf denen man zu Fuß oder mit seinem Esel unterwegs war. Keine Kirche. Keine Schule. Keine Ärtze. Nur wenige Häuschen in Morro, wo ein paar Fischer lebten. Einige Ziegenhirten zogen über die weiten Ebenen. Sicher ist, daß große Teile Jandias unter Franco in seinen Besitz kamen. Sicher ist auch, daß Gustav Winter viel für die Infrastruktur Jandias getan hat. Er baute Straßen und die Kirche in Morro Jable (direkt vor dem Riu Calypso). Er stellte den ersten Lehrer an und gab vielen Menschen Arbeit. Ob mehr an der Geschichte ist? Wir werden es wohl nie mit Sicherheit wissen...
Coralejo Corralejo liegt im äußersten Norden der Insel, inmitten einer einmalig schönen Dünenlandschaft (seit 1982 Naturschutzgebiet), nach der Halbinsel Jandía das zweitgrößte Feriengebiet Fuerteventuras. Der Ort ist der Fährverbindungshafen nach Lanzarote und geprägt von Restaurants, Souvenirshops und Boutiquen, die sich besonders auf der Plaza Felix Estévez im Ortszentrum ansammeln. Die Avenida Marítima bietet Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang an der Küste entlang. Die Stadt ist vor allem auf ein junges, aktives Publikum eingestellt, das zum Tauchen, Surfen, Hochseefischen und Motorboot- oder Mountainbikefahren hierher kommt. Für all diese Sportarten gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten. Besonders beliebt bei Surfern und Tauchern ist das Wassersportrevier El Río, die Meerenge zwischen Corralejo und der kleinen Nachbarinsel Lobos. Bis zu 5 m hoch türmen sich die Wellen auf, denen das Surfrevier seinen Ruf als "Hawaii Europas" verdankt. Ebenso liegt hier ein besonders reizvolles Tauchrevier.
Costa Calma Die „ruhige Küste" liegt am Beginn der Halbinsel Jandia, ein, vor allem bei deutschen Gästen, beliebtes Feriengebiet. Der kilometerlange, helle Sandstrand „Playa de Sotavento" hat bei Costa Calma seinen Anfang. Dieser besonders schöne Teil der insgesamt 340 km langen Küste fällt flach ins Meer ab. Er erstreckt sich in südlicher Richtung rund 25 km bis zum Fischerort Morro Jable. Viele Restaurants, Bars und Einkaufszentren sorgen für Abwechslung in unmittelbarer Umgebung.
El Cotillo Im äußersten Nordwesten der Insel, nur knapp 20 km von Corralejo entfernt, liegt das vom Tourismus kaum berührte Fischernest El Cotillo. Bislang haben eher Individualtouristen diesen ruhigen und verschlafenen Ort an der rauen Westküste Fuerteventuras für sich entdeckt. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Castillo de Tostón Rico Roque, ein zweistöckiger, runder Festungsturm, der im Jahr 1743 zum Schutz gegen Piratenüberfälle errichtet worden. Zu dieser Zeit war der Ort unter dem Namen Puerto del Tostón bekannt und diente als wichtiger Militärstützpunkt und Handelshafen für den Kalkexport. Drei restaurierte Kalköfen, zwischen Ort und Festungsturm gelegen, zeugen noch von der einstigen Bedeutung El Cotillos. Einst baute man Kalk an den nahegelegenen, kreidezeitlichen Sedimentbänken ab, brannte ihn direkt am Hafen und verschiffte ihn vor allem nach Gran Canaria und Lanzarote. Als im 19. Jh. Puerto de Cabras, das heutige Puerto del Rosario, zum Haupthafen der Insel wurde, verließen die meisten Bewohner den Ort; zurück blieben nur wenige Fischer. Inzwischen gibt es kleinere Ferienanlagen und einige gute Fischrestaurants. Von einer Terrasse am alten Hafen hat man einen guten Ausblick auf die Fischerboote, die geschickt um die zahlreichen Riffs im Hafenbecken manövrieren.
Jandia Playa Jandía Playa bildet zusammen mit Morro Jable eine Art Doppelort, der am südlichsten Zipfel Fuerteventuras gelegen ist. Östlich des alten Hafenstädtchens Morro Jable erstreckt sich Jandía Playa, eine Feriensiedlung aus Hotel- und Appartementkomplexen. Über die Hauptstraße, die Avenida del Saladar, flaniert man an zahlreichen Restaurants, Bars und Geschäften entlang. Die Playa del Matorral befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite, hinter einer unter Naturschutz stehenden Salzwiesenzone. Diese Salzmarschen bieten mit ihrem sandigen, lehmigen Boden und zahlreichen Tümpeln seltenen Pflanzen einen Lebensraum. Im Gegensatz zur Avenida del Saladar herrscht auf der hübschen Strandpromenade wenig Trubel - von hier aus kann man bis nach Morro Jable mit seinen ausgezeichneten Fischrestaurants spazieren. Wer genug vom Sonnenbaden auf der weißsandigen Playa hat, kann sich die Zeit mit Wanderungen oder Mountainbikefahrten im Hinderland vertreiben oder eines der vielen Wassersportangebote wahrnehmen.
La Puertita Das winzige Fischerdorf Puertito de la Cruz befindet sich am äußersten Westzipfel Fuerteventuras, nicht weit entfernt von der Punta de Jandía mit ihrem Leuchtturm. Ein Ausflug lohnt sich dorthin, denn bei klarer Sicht kann man von den Klippen aus sogar bis Gran Canaria schauen. Lebhaft geht es in dem verschlafenen Nest nur an den Wochenenden und in den Sommermonaten zu, ansonsten stehen die meisten der weiß verputzten Häuser leer. Ein moderner Windgenerator prägt die Landschaft. Puertito de la Cruz liegt an einem grobkiesigen Strand, aufgrund der Strömungen ist Baden hier jedoch äußerst gefährlich.
Morro Jable An der Ostküste der Halbinsel Jandía liegt Morro Jable, das mittlerweile mit dem nur ein wenig weiter südöstlich gelegenen Jandía Playa zum größten Ferienzentrum Fuerteventuras zusammengewachsen ist. Östlich des Ortskerns des ehemaligen Fischerdorfes, am alten Hafen, wurde ein breiter, künstlicher Sandstrand aufgeschüttet, hinter dem sich zahlreiche Fischrestaurants aneinander reihen. Auf den beiden Geschäftsstraßen, die vom alten Hafen aus landeinwärts führen, trifft sich eine bunte Mischung aus Einheimischen und Besuchern. Insgesamt wird das Ortsbild geprägt von einer gelungenen Ansammlung von restaurierten Fischerkaten und Pensionen, hübschen Geschäften und kleinen Appartementanlagen. Westlich schließt sich der neue Hafen an, hier werden auch Segeltörns für Urlauber oder Überfahrten zur Nachbarinsel Gran Canaria angeboten. Am Nachmittag können Spaziergänger beobachten, wie die Fischer ihren Fang abladen, der in der modernen Kühlhalle sofort ausgenommen und zum Abtransport fertiggemacht wird.
Pajara Der wohlhabende Ort Pajara liegt wie eine Oase im Tal zwischen 600 Meter hohen Bergen, der größte ist der Fenduca mit 609 Metern. Im Ort steht die 1733 fertiggestellte Kirche Nuestra Señora de Regla. Die Skulptur der Schutzheiligen Virgen de Regla wird ebenfalls in Kuba als Schutzpatronin der Städte Havanna und Regla, einer gleichnamigen Provinzstadt, verehrt. Links neben der Kirche befindet sich das Centro Cultural de Pájara mit der Gemeindebibliothek. Gegenüber präsentiert sich das Rathaus (Ayuntamiento) in modernem Erscheinungsbild. Die Plaza ziert ein eselbetriebenes Wasserschöpfrad (noria) aus dem 19. Jahrhundert. Solche Norias dienten noch vor Jahrzehnten zum Bewässern der Felder. Heute hat jedoch die Landwirtschaft stark an Bedeutung verloren, die einstigen Bewässerungssysteme verfallen. Heute existiert in Pájara sogar ein kommunales Süßwasserschwimmbad, eine echter Luxus in dieser trockenen Region. Im Ortskern findet man auch die Casa del Artesano, wo man kanarische Handwerkskunst besichtigen kann.
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