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Noch vor einigen Jahrhunderten war Fuerteventura teilweise mit Wäldern bedeckt, diese wurden fast vollständig abgeholzt, um den Bedarf an Brennmaterial und Material für den Schiffbau zu decken. Die heutige Vegetation ist der Trockenheit sehr gut angepaßt. Es gibt eine große Vielfalt an Dornbüschen, Fettpflanzen, Euphorbien und Kakteen; manche kommen nur auf den Kanaren vor, einige sogar nur auf Fuerteventura. Viele der seltenen Pflanzen stehen unter Naturschutz. Das Ökosystem dieser Halbwüste ist sehr empfindlich, die Vegetation wird leicht geschädigt und braucht lange Zeit, um sich zu erneuern. Wenn Pflanzen zerstört werden, z.B von Geländewagen, die die Pisten verlassen, können Jahre vergehen bis neue Pflanzen nachwachsen; oft wächst gar nichts mehr. Auch die vielen Ziegen, ihre Zahl wird auf 70.000 geschätzt, richten große Schäden an, da sie jede jungen Triebe sofort fressen. Je kahler jedoch das Land ist, desto stärker entstehen Erosionen, um so mehr Regenwasser fließt ungenutzt ins Meer und um so weniger werden die Grundwasserreserven aufgefüllt. Das hat zur Folge das der Grundwasserspiegel sinkt, wodurch es die Pflanzen noch schwerer haben. Auch die Landwirtschaft lohnt sich dann kaum noch. Der durch den Fremdenverkehr stark erhöhte Wasserbedarf wird jetzt weitgehend gedeckt durch Meerwasser, in Meerwasserentsalzungsanlagen aufbereitet. Die Aufbereitung ist sehr energieaufwendig und daher teuer. Das Abwasser wird oft zur Bewässerung von Gartenanlagen benutzt. Auf Fuerteventura hat Windkraft eine lange Geschichte. Auf der ganze Insel finden Sie alte Windmühlen, zum Teil schon renoviert, und neue Windräder. In der Nähe der Costa Calma gibt es einen großen Windkraftpark. Auch Sonnenenergie wird zunehmend genutzt, so gibt es Leuchttürme, die mit Solarzellen funktionieren. Der erste Naturpark, "El Jable" genannt, wurde 1982 eingerichtet und umfaßt die Wanderdünen bei Corralejo und die Insel Lobos. Auch fast die gesamte Halbinsel Jandia wurde als Naturpark ausgewiesen. Große Teile wurden eingezäunt, um die Vegetation vor Ziegen und Geländewagen zu schützen. Alle touristischen Anlagen müssen ihre Abwässer in Klärwerken entsorgen. Das Gebiet um die alte Inselhauptstadt Betancuria wurde unter Landschaftsschutz gestellt.
So wird versucht die herbe Schönheit und den einmaligen Charakter Fuerteventuras zu bewahren.
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