Geschichte |
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Den Namen ,,Kanarische Inseln" bekam der Archipel von dem römischen Schriftsteller Plinius, der etwa 40 v. Chr. schrieb, die Inseln seien von großen Hunden bewacht gewesen (lat. canis = Hund). Die einst bewaldeten Inseln waren aus dem Stoff, aus dem Schriftstellerträume sind. So setzte Homer die Kanaren mit ,,elysischen Gefilden" gleich, der Grieche Herodot meinte rund 200 Jahre später, in den Gebieten westlich der afrikanischen Küste die ,,Gärten der Hesperiden" gefunden zu haben. Bis zum Jahre 1402 hat man von den Kanarischen Inseln keine besondere Kenntnis genommen. Das änderte sich als Jean de Bethencourt, im Dienst der spanischen Krone, die Inseln eine nach der anderen eroberte. 1405 gründete er die Hauptstadt Betancuria in einem fruchtbaren Tal, von hohen Bergen umgeben und vor Piratenüberfällen geschützt. 1426 wurde Betancuria von Papst Martin V zum Bischofssitz ernannt und die Kirche Santa Maria zur Kathedrale geweiht. Ein Bischof hat hier aber nie residiert. De Bethencourt überließ Fuerteventura und Lanzarote schon kurz nach der Gründung seinem Neffen Maciot, der despotisch herrschte und gezwungen wurde die Herrschaft an den andalusischen Grafen De Nieblas abzutreten. Fuerteventura wechselte danach noch mehrere Male den Besitzer, bis Spanien die Insel 1478 zurückkaufte. Siedler aus Spanien und Südfrankreich siedelten auf der Insel. Adlige und Geistliche herrschten als "señores" über die Guanchen, die als Zwangarbeiter oder Sklave die Felder bestellten und das Vieh hüteten. Zu dieser Zeit lebten ca. 6.000 bis 8.000 Einwohner auf der Insel, denen es mehr schlecht als recht erging, denn blieb z.B. einmal der Regen aus, waren Hungersnöte unvermeidlich. Im 17. und 18. Jahrhundert litt Fuerteventura besonders unter Überfallen von Piraten verschiedener Herkunft. Berühmt ist die Schlacht von Tamacite in 1740, als englische Seeräuber von Bauern vertrieben wurden, die Dromedare als Deckung benutzten. Dieser Sieg wird noch jedes Jahr gefeiert. 1852 wurden die Kanaren zur Freihandelszone erklärt, was Fuerteventura durch den Export von Soda, Kalk und Farbstoff ökonomischen Aufschwung bescherte. Eine Inselregierung (Cabildo Insular), die für die Inseln eine gewisse Selbständlichkeit bedeutete, gibt es seit 1912. Die Provinz Las Palmas, wozu Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura gehören, wurde 1927 gegründet. |
